Die mobile GSM-Lösung MOGIS (Mobile GSM Infrastructure over Satellite) ermöglicht die Handynutzung in Bereichen, in denen bisher nur eingeschränkt kommuniziert werden konnte, wie z.B. in Flugzeugen, auf Schiffen und in abgelegenen Gegenden. Während speziell Geschäftsreisende seit langem den Wunsch hegen, in Verkehrsmitteln, insbesondere im Flugzeug, telefonieren zu können, ist eine Mobilfunknutzung in bisher unerschlossenen Gebieten vor allem bei Katastropheneinsätzen von vitalem Interesse. Die MOGIS-Lösung basiert auf Standard-Mobilfunktechnik von Nokia Siemens Networks, erweitert um komprimierende, bandbreitensparende Übertragung über Satellit, automatische (De-)Aktivierung abhängig von Ort zur Berücksichtigung von regulatorischen Gegebenheiten und um eine lokale Servicebeeinflussung.
Beispiel "GSM on Board", die MOGIS-Lösung für Airbus: Eine hinter der Flugzeugdeckenverkleidung geführte pico-Basisstation ermöglicht den Empfang für Handy, PC oder Organizer. Das IP-basierte Produkt wird mit Hilfe von Satellitentechnologie mit dem terrestrischen GSM-Mobilfunknetz verbunden. Siemens Programm- und Systementwicklung GmbH & Co. KG entwickelte dafür eine Systemkomponente - bestehend aus Hard- und Software - zur Unterdrückung der direkten Kommunikation der Mobilgeräte mit Basisstationen am Boden. So wird erreicht, dass der Funkverkehr vom Flugzeug aus ausschließlich über Satelliten geht und die Flugzeugelektronik nicht stört. Die weitere von uns gelieferte Systemsoftware sorgt für die Kompression von Sprach- und Signalisierungsdaten zur Minimierung der benötigten Bandbreite zum Satelliten und für die Anpassung der Protokolle an die Randbedingungen der Satellitenkommunikation und das Management des Gesamtsystems.