Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)
ACCS-Netz der U-Bahn
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sind mit fast einer Milliarde Fahrgästen im Jahr eines der größten Nahverkehrsunternehmen der Welt. Derzeit bedient das Unternehmen einen Ballungsraum von weit über vier Millionen Einwohnern auf einer Fläche von ca. 900 Quadratkilometern.
Beginnend im November 1996 wurden für den U-Bahn-Bereich nach und nach alle Berliner U-Bahn-Stationen an 4 sogenannte SIS-Zentralen (Sicherheits-, Informations- und Serviceleitstelle) angeschlossen. Die Realisierung erfolgte über das von Siemens PSE DE erstellte Multimedianetz und den darauf aufsetzenden Anwendungen (ACCS-System). Jede dieser SIS-Zentralen ist als eigenständige Leitstelle ausgeführt. Von diesen aus werden sämtliche U-Bahn-Stationen per Video überwacht. Bei Bedarf werden akustische Informationen und Warnhinweise abgesetzt. Über Notruf- und Informations-säulen auf den Bahnhöfen können Fahrgäste Anfragen stellen oder Notrufe auslösen. Im letzteren Falle wird das relevante Video in der SIS-Zentrale aufgeschaltet.
Damit leistet das ACCS-System
- einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit der Fahrgäste und
- zur Realisierung notwendiger Informationsbeziehungen zwischen Fahrgästen und BVG-Verkehrsbereichen.
Seit 1999 ist das ACCS-System auf allen 191 Bahnsteigen der U-Bahn und den 4 SIS-Zentralen 24 Stunden am Tag an 7 Tagen der Woche in Betrieb. An das ACCS-System sind 580 Notruf- und Informationssäulen sowie 650 Kameras angeschlossen.