Hamburger Hochbahn: Sicherheit und Fahrkomfort auf
ganzer Linie
Zuverlässigkeit durch moderne Kommunikationsnetze
Pünktliche Abfahrten von den Haltestellen. Einhalten der Anschlussverbindungen. Die Zuverlässigkeit der Beförderung ist ein Gradmesser für die Zuverlässigkeit eines Nahverkehrsunternehmens. Wichtig für die täglich eine Million Fahrgäste der Hamburger Hochbahn sind außerdem ein hohes Maß an Sicherheit, Information, Komfort, Sauberkeit und Service.
In der zweiten Jahreshälfte 2003 wurde von der Hamburger Hochbahn auf dem letzten Streckenabschnitt der U-Bahn-Linie U1 das neue Steuerungs- und Betriebsführungssystem in Betrieb genommen. Damit sind alle 46 Haltestellen und die drei zugehörigen Streckenzentralen mit einem der modernsten Leitsysteme ausgerüstet. Das System leistet einen erheblichen Beitrag für die Sicherheit, aber auch für die Übermittlung von Informationen an die Fahrgäste des zweitgrößten Nahverkehrsunternehmens Deutschlands.
Die Siemens AG lieferte hierfür die Kommunikationsplattform, auf der die neue Leitstellen- und Steuerungsapplikation eines Fremdherstellers aufsetzt. Die Applikationssoftware und die Kommunikationsplattform KOMSYS U1 befindet sich bereits seit April 2002 auf einem Teil der Linie U1 in Betrieb.
Im April 2004 wurde das Kommunikationssystem durch die Integration der U-Bahnlinie U2 und U3 mit 51 Haltestellen mehr als verdoppelt. Mit den beiden zusätzlichen Linien stehen im gesamten Netz annähernd 1.000 Kamera-, mehr als 120 Monitor-, über 250 Audioanschlüsse und 250 Schnittstellen für Stationsrechner zur Verfügung. Weiterhin bietet das System mehr als 660 Schnittstellen für weitere Endgeräte.
Im Rahmen des Projektes wurde von der PSE Deutschland ein hochverfügbares, redundanzgesichertes ATM-Netz für den Einsatz im öffentlichen Personennahverkehr entwickelt. An dieses ATM-Netz können Endgeräte zur Videoüberwachung, zur akustischen Information und zum digitalen Datenaustausch an normierte Schnittstellen angeschlossen werden (z.B. Überwachung der Infrastruktur der Haltestellen, Steuerung der Zugzielanzeiger). Es bildet das stabile Rückgrat für sämtliche Sicherheits- und Informationsdienste, die von der Hochbahn für die Fahrgäste der Hansestadt gewünscht sind. Die Dienste stehen nach Bedarf an jeder Haltestelle und an den dezentralen Leitständen für die unterschiedlichen Überwachungsbereiche zur Verfügung.
Der Einsatz des ATM-Kommunikationsnetzes bietet der Hochbahn hohe Verfügbarkeit und reibungslose Betriebsabläufe. Zudem stellt es mit seiner verlässlichen Übertragungsbandbreite sicher, dass auch zukünftige Erweiterungen mit geringem Aufwand möglich sind.